Von Singapur nach Raja Ampat – Abenteuer zwischen Traumtauchgängen und unerwarteten Hindernissen
Schon lange hatten wir überlegt, eine Tauchsafari in Indonesien zu buchen. Raja Ampat ist legendär, die Unterwasserwelt unvergesslich – trotzdem hatten wir gezögert: teurer als Ägypten, lange Anreise, über 30 Stunden Flug. Letztlich siegte die Neugier, und wir wurden nicht enttäuscht – auch wenn die Reise anders verlief, als geplant…

Gebucht haben wir über Aquaventure, durch das Magazin Tauchen inspiriert. Die Route stand fest: Abflug ab Hannover über Istanbul nach Singapur, drei Nächte Stopover, dann weiter über Jakarta nach Sorong, Ausgangspunkt für die Safaris. Geplant waren neun Nächte auf der Emperor Harmoni und anschließend sieben Nächte im Papua Paradise Eco Resort.
Wir wollten die Feiertage auf dem Safari-Boot verbringen, um den kalten, dunklen Tagen in Deutschland zu entkommen. An sich ein guter Plan, der einzige Nachteil an dieser Jahreszeit, man erkältet sich leider leicht…und so ist es auch bei mir geschehen. Die Erkältung, die mich vor der Abreise erwischte, verschlimmerte sich während des Fluges – Ohrenschmerzen und Hörprobleme setzten ein. In Singapur mussten wir schließlich zum HNO: Trommelfellentzündung auf beiden Ohren! Tauchen vorerst unmöglich, Fliegen riskant. Diese Diagnose mussten wir erstmal verkraften nachdem wir uns schon so lange auf die Reise gefreut hatten! So mussten wir wohl oder übel den eigentlich Grund der Reise – die Tauchsafari – absagen und noch mehr Nächte in Singapur verbringen. Und auch die große Frage können wir diesen Urlaub noch Tauchen? Was machen wir stattdessen? Wie werden wir Weihnachten und Silvester verbringen? So waren wir schon etwas besorgt um die Situation… Hier ist das wichtigste Learning dieser Reise wie wichtig eine gute Auslandskrankenversicherung und eine vernünftige Reiseversicherung sind! Und außerdem auch ein gut organisierter Reiseveranstalter! Dank der Notfall-Hotline von Aquaventure konnte die Reise schnell umorganisiert werden: vier weitere Tage in Singapur über Weihnachten und eine Woche im Siladen Resort, Nordsulawesi, bevor es nach Raja Ampat gehen sollte.

So verbrachten wir noch ein paar Tage in Singapur und meine Medikamente sind zum Glück langsam angeschlagen, so dass es mir besser ging und wir auch nach Nordsulawesi fliegen konnten. Jedoch blieb erst noch die Ungewissheit, kann ich überhaupt tauchen gehen? Da ich noch ein paar Tage Antibiotikum vor mir hatte. So sind wir von Singapur nach Monado geflogen und dort nachts angekommen. Hier ist es deutlich weniger touristisch als in Singapur oder auch in anderen indonesischen Orten wie Z.B. Bali. So ist das Gefühl erstmal etwas komisch nachts dort anzukommen und dann noch eine 30 minütige Fahrt zum Hafen und 20 min Bootsfahrt vor sich zu haben. Doch dank der guten Organisation alles kein Problem. Und schlussendlich sind wir gut auf Siladen angekommen. Wir wussten nicht genau was uns dort erwartet, da es nicht geplant war. Aber im Siladen Resort angekommen, überwältigte es uns sofort: 20 Bungalows, herzlicher Service, Outdoor-Bäder, dabei kommt ein fast Malediven-Feeling auf.
Die ersten Tage konnte ich wegen des Antibiotikums noch nicht tauchen, was aber kein Problem darstellte, da man auch als Schnorchler nur auf die Tauchausflüge kann und die sind auch schon sehr beeindruckend und deutlich besser als so mancher Tauchgang in Ägypten. In den letzten Tagen konnte ich zum Glück auch endlich tauchen gehen und insgesamt waren wir völlig begeistert von Nordsulawesi: intakte Korallen, viele Schildkröten, bunte Fische, Steilwände, Nachttauchgänge mit Bonfire und sogar Blackwater-Diving. In den letzten Tagen konnte ich dann endlich wieder tauchen – ein absolutes Highlight!



Von Nordsulawesi ging es weiter nach Sorong und schließlich zum Papua Paradise Eco Resort in Raja Ampat. Nach der Ankunft wurden wir in eine Hotel Lobby gebracht, um dort die Wartezeit auf unseren Bootstransfer zu verbringen. Die Bootsfahrt von Sorong zu dem Resort dauert 90 Minuten. Das Resort liegt mitten in dem Nationalpark, sehr der Natur verbunden, direkt neben dem Dschungel. Dadurch hat man aber auch eine sehr idyllische ganz besondere Atmosphäre in dem Hotel und kann richtig zur Ruhe kommen. Der Fokus liegt hier auch ganz klar auf Tauchen. Das Hotel besteht aus 20 Water Bungalows, so dass man auch hier ein gewisses Malediven Feeling bekommt. Die Unterwasserwelt übertraf alle Erwartungen: riesige Artenvielfalt, Mantas, Riffhaie, Walking Sharks, Riesengarnelen, Oktopusse, farbenprächtige Korallen. Tauchpausen verbrachten wir auf Sandbänken im türkisblauen Wasser, Ausflüge führten zu den Fam Islands. Raja Ampat ist wirklich „The Last Paradise“ – ein Ort, an dem die Schönheit über und unter Wasser überwältigt.



Trotz unvorhergesehener Hindernisse war die Reise ein voller Erfolg: großartige Taucherlebnisse, beeindruckende Natur, exzellenter Service. Auch wenn unsere Reise anders verlief als geplant und wir die Tauchsafari nicht machen konnten hat uns Indonesien vollkommen verzaubert. Für uns steht fest die Tauchsafari auf der Emperor Harmoni müssen wir unbedingt noch nachholen!



